Oktober 2015, Interessante Seite zu Woolit in Ziegeln und Reaktionen der Ziegelindustrie


In einem ausführlichen Beitrag beschäftigt sich die "Europäische Gesellschaft für Gesundes Bauen und Innenraumhygiene, EGGBI"  mit der Problematik von Woolit in Ziegeln und Reaktionen der Ziegelindustrie.

Hier der Link zu diesem Beitrag.


20. August 2015, Frankfurter Rundschau: Behörde geht gegen HR vor


Nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau hat das Regierungspräsidum Gießen dem Hessischen Rundfunk wegen seiner kritischen Berichterstattung zum Skandal um die Recyclingfirma Woolrec aus Braunfels-Tiefenbach (Lahn-Dill-Kreis) juristische Schritte angedroht. Der Sender soll die entsprechenden Beiträge nicht weiter verbreiten.

Nach Angaben der FR lautet die schier unglaubliche Begründung für dieses ungeheuterliche Vorgehen, dass die Berichte insgesamt geeignet seien, „das für die Aufgabenerfüllung des Regierungspräsidiums erforderliche Vertrauen der Bevölkerung zu untergraben“.

Nachdem was wir in Tiefenbach mit dieser für Woolrec zuständigen Genehmigungs- und Kontrollbehörde erleben mussten, gibt es da ohnehin nichts mehr, was untergraben werden könnte. Dennoch ist dieses Vorgehen der Witteck-Behörde einfach nur erschütternd.




31. Juli 2015, Passauer Neue Presse: "Giftmüllskandal: Gutachter hatte Kontakt zu Grafenauer AMF"


Die Passauer Neue Presse berichtete unter diesem Titel, dass der im Recycling-Skandal um die mittlerweile dicht gemachte hessische Firma Woolrec angeklagte Gutachter Prof. Stefan Gäth offenbar Verbindungen zur Grafenauer Firma Knauf-AMF gehabt hätte, die in den Skandal verwickelt sein soll. Der PNP lägen Unterlagen vor, wonach Gäth und der Einkaufschef der Grafenauer Firma im Jahr 2008 Gesellschafter einer gemeinsamen GmbH wurden. Nach Angaben der PNP in diesem Artikel sei Gäth zudem für das Würzbürger Fraunhofer Institut ISC tätig, wo Knauf-AMF die im Betrieb verwendeten Mineralfasern kontrollieren ließ. Der online- Bericht der PNP schließt mit dem Hinweis, dass die Staatsanwaltschaft Gießen gegen Woolrec-Gründer Edwin Fritsch und Gutachter Gäth Anklage wegen unerlaubten Umgangs mit Abfall in über 50 Fällen erhoben hätte. Weitere Informationen finden sich in der Druckversion der PNP vom 31. Juli 2015, der auch online bestellbar ist.




28. Juli 2015, Der Woolrec-Skandal weitet sich aus: "Giftmüll für den Wohnungsbau"


Link zum Bericht der Hessenschau: "Millionen belastete Ziegel in Wohnhäusern verbaut"
Link zum Bericht des Bayerischen Rundfunks: "Giftmüll im Wohnungsbau"
Link zum Bericht in der Wetzlarer Neuen Zeitung: "Hinz setzt auf Klärung vor Gericht"
Link zum Bericht der Passauer Neuen Presse: AMF weist Vorwürfe zurück und "Wir stehen zu unseren Analysen"



27. Juli 2015, ARD, Das Erste, 21:50 Uhr: "Exclusiv im Ersten" - "Giftmüll für den Wohnungsbau - Der Recycling-Skandal" (produziert vom Bayerischen Rundfunk und Hessischen Rundfunk) Ein Film von Jacqueline Paus und Kamil Taylan


Link zum Film in der ARD Mediathek

Weitere Informationen finden sich in der Berichterstattung des Bayerischen Fernsehens (BR) vom 28.07.2015 und in der Berichterstattung der Hessenschau (HR) vom 27.07.2015


Foto - Ankündigung des Films auf hr-online.de
Das Reporter-Team Jacqueline Paus und Kamil Taylan berichtete im ARD "Exclusiv im Ersten" über einen Umweltskandal auf, der zu einem der größten der Republik werden könnte. Der sehr sehenswerte Bericht ist in der ARD-Mediathek jederzeit online verfügbar. Es geht nicht nur um die Umweltbelastung in Tiefenbach, sondern auch um die erschütternden deutschlandweiten Konsequenzen dieses Recyclingskandals.





Juni-Juli 2015 Asbest - Neue Sorgen um Woolrec-Gelände


Seit Jahren behauptet RP Gießen, alle Gefahren durch Schadstoffe auf dem Woolrec-Gelände seien beseitigt, es bestehe keine Gesundheitsgefahr. Wieder einmal zeigen die Fakten, dass das nicht wahr ist.

Jetzt ist es amtlich: geschätzt 400 Tonnen asbesthaltige Abfälle lagern seit Jahren auf dem Gelände. Ohne die Öffentlichkeit über die Gefahren für Gesundheit und Umwelt zu informieren, versuchte RP Gießen jetzt per Anordnung eine Entsorgung zu erreichen. Doch wieder einmal steht eine sogenannte Ersatzvornahme an. Die Kosten (ca. 50.000 Euro) trägt im Zweifelsfalle - das Land. Woolrec kommt den Steuerzahler immer teurer zu stehen.

Berichterstattung zum Asbestfall bei Woolrec in der Presse:

Frankfurter Rundschau: Neue Sorgen um Woolrec-Gelände

Wetzlarer Neue Zeitung: 400 Tonnen Asbest-Abfälle müssen entsorgt werden

Auch was sich dann - mit Duldung des RP Gießen - auf dem Gelände abspielte, zeigt erneut, wie sehr der Woolrec-Skandal auch ein Behördenskandal ist.

Wetzlarer Neue Zeitung: Am Asbest-Hang wird gearbeitet


17. Juni 2015, Was sind das für Leute, in deren Hände das RP Gießen jahrelang Leben und Gesundheit der Menschen in Tiefenbach legte? Die Wetzlarer Neue Zeitung berichtet über einen Strafprozess in Sachen Woolrec und gibt einen kleinen Einblick in die Gepflogenheiten der Recyclingbranche:

Wetzlarer Neue Zeitung "Eine Erpressung mit fliegenden Engeln"




Juni 2015, Juristischer Erfolg für Tiefenbacher Woolrec-Anwohner - Landgericht Limburg ordnet humanes Biomonitoring an.

RP Gießen und Woolrec hatten mit "allen noch zulässigen Mitteln" versucht, dies zu verhindern.

Jetzt ist es Zeit, dass das RP Gießen endlich ein Angebot zur freiwilligen Untersuchung für ALLE Menschen in Tiefenbach macht.



Über 10 Jahre wurden gefährliche Abfällen in Tiefenbach geschreddert und gemahlen. Die Gartenböden nahe Woolrec sind mit Giften kontaminiert,  die nach Meinung des HLUG plausiblerweise von Woolrec stammen können, und niemand weiß, wie weit Giftstoffe über die Luft im Dorf verbreitet wurden.

Und alles mit wohlwollender Genehmigung durch das RP Gießen:

- Krebserzeugende Mineralfaserabfälle
- Dioxine, PCB
- Hochgiftige und krebserzeugende Schwermetallabfälle (Filterstäube) aus der  Emailleindustrie
- "Mineralfaserabfälle" aus den Atomkraftwerken Biblis und Stade
- Auch Laserabfälle? (giftige Schwermetalle?)
- Direkt neben Woolrec, bei IBC, Tonnen über Tonnen von giftigen und hochentzündlichen Lösungsmittelabfällen
- Und was sonst noch an Giften in Tiefenbach ankam? Es ist zu befürchten, dass die Liste noch länger wird.

Jahrelang hatten wir ein Biomonitoring für die Menschen in Tiefenbach sowie von Bioindikatoren gefordert, um Gesundheitsrisiken zu erkennen und damit vielleicht noch rechtzeitig das Schlimmste zu verhindern. Regierungspräsident Witteck und Umweltministerin Hinz lehnten dies kategorisch ab. Begründung durch RP Witteck: Biomonitoring würde ja nur den Interessen der Anwohner bei Schadensersatzklagen dienen, das sei nicht im Interesse seiner Behörde. Ministerin Hinz sagte uns, in Tiefenbach würde selbst dann nicht weiter untersucht, wenn neue Fakten und Schadstoffbelastungen ans Licht kämen. Was für ein zynischer und kaltschnäuziger Umgang mit den Menschen, die durch das unvorstellbare Behördenversagen jahrelang gefährdet wurden!

Jetzt haben einige Tiefenbacher in zähem juristischen Kampf gegen RP Gießen und Woolrec erreicht, dass ein solches Biomonitoring durchgeführt wird.
  
Der Rechtsbeistand der Tiefenbacher, Rechtsanwalt Matthias Möller-Meinecke, bewertete den Beschluss des Landgerichts Limburg in einer Presseerklärung "als wichtigen Erfolg gerade vor dem Hintergrund, dass sich sowohl die Woolrec GmbH, der Insolvenzverwalter der IBC Anlagen-Service GmbH, die Grundstückseigentümerin und Ehefrau des Geschäftsführers der Woolrec GmbH und insbesondere das Regierungspräsidium Gießen in dem Gerichtsverfahren mit allen noch zulässigen Mitteln bemüht hatten, diesen Beschluss entweder zu verhindern oder zeitlich zu verzögern."

Kein Mensch weiß, wie weit die Schadstoffe in Tiefenbach geflogen sind. Daher sind grundsätzlich ALLE Menschen in Tiefenbach betroffen.

Es steht zu befürchten, dass die Liste der bei Woolrec und IBC angelandeten Giftstoffe noch länger wird.


Daher ist es dringend erforderlich, dass das RP Gießen nun ein Angebot zur freiwilligen Untersuchung für ALLE Tiefenbacher macht.

Bericht zur Entscheidung des Landgerichts Limburg in der Wetzlarer Neuen Zeitung: Tiefenbacher werden auf Gift untersucht



11.06.2015, Thema im Umweltausschuss des hessischen Landtags:

RP Gießen "verwechselt" Zuckersirup mit Mineralöl.  Dilettantische Kontrollen bei Woolrec - oder bewusstes Wegsehen?



In den Woolrec-Betriebsjahren erlebten die Anwohner immer wieder Unglaubliches bei den Kontrollen durch das Woolrec-Dezernat des RP Gießen.

Offensichtliche Misstände wurden übersehen, Beschwichtigungen, Abwiegelungen und Ausreden waren an der Tagesordnung.  Oft genug bekamen die Anwohner sogar zu hören, sie wären selbst schuld an Missständen wie Krebsfasern auf der Straße, Lärm und Gestank. Seit 2013 behauptete RP Gießen gebetsmühlenhaft, im Gewerbegebiet wäre jetzt alles in Ordnung. Wieder und wieder kamen neue Fakten heraus, die beweisen, dass das nicht wahr ist - auch heute noch.

Die dubiose Rolle des Woolrec-Dezernats des RP Gießen wird immer offensichtlicher.

Im Bericht von hr defacto vom 26.10.2014 sieht man u.a. - neben einer mit Müll gefüllten Produktionsmaschine - eine große Lache mit einer öligen Flüssigkeit.

Link zum Bericht von hr defacto
"Erneute Zweifel an Kontrollbehörde - Immer noch Gefahrstoffe bei Woolrec?"

  

Das RP Gießen hatte daraufhin gegenüber der Öffentlichkeit und auch bei einer Befragung durch Landtagsabgeordnete behauptet, die unbekannte Flüssigkeit sei Zuckersirup. Der zuständige Mitarbeiter hatte diese "Diagnose" allerdings ohne Analyse gestellt, rein nach Augenschein und Geruchseindruck. Die Flüssigkeit wurde danach vernichtet.


Erst durch Untersuchungen des Polizeipräsidiums Mittelhessen kam die Wahrheit ans Licht: Die angebliche Zuckersiruplösung bestand aus Mineralöl.

Siehe dazu auch
Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion
Die andauernden Vertuschungsaktionen im Woolrec-Skandal durch das RP Gießen müssen endlich ein Ende haben!


Wir fordern daher die zuständige Ministerin Frau Priska Hinz auf:


  •  Hören Sie auf, sich schützend vor das RP Gießen zu stellen! Ordnen Sie unabhängige Untersuchungen der Missstände im RP Gießen an!
  • Lehnen Sie Gesundheitsuntersuchungen für alle Tiefenbacher nicht mehr länger ab. Der Schutz der Bevölkerung ist Ihre Pflicht!
  • Ordnen Sie endlich unabhängige Untersuchungen von Grundwasser und Boden auf dem Woolrec-Gelände an. Derselbe  RP-"Experte", der behauptet, die hohen Schadstoffgehalte im Boden wären unproblematisch, weil die Schadstoffe "gekapselt" seien, hat auch Mineralöle und Zuckerlösungen "verwechselt".  Wie viele Beweise braucht es noch dafür, dass das RP Gießen als mitschuldige Behörde im Fall Woolrec weder aufklären will noch kann?



22.05.2015, Hessischer Rundfunk: Prix CIRCOM für „Die Recycling-Lüge“ Investigative hr-Reportage erhält renommierten Preis


Pressemitteilung auf hr-online:

"Der „Hessenreporter“ mit dem Titel „Die Recycling-Lüge“ von Jacqueline Paus und Kamil Taylan ist am Donnerstagabend mit dem renommierten Prix CIRCOM in der Kategorie „Investigativer Journalismus“ ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ist mit 2.000 Euro dotiert, verliehen wurde der Preis während einer festlichen Gala im irischen Dundalk im Rahmen der CIRCOM-Jahrestagung. CIRCOM Regional ist ein Zusammenschluss von 378 Fernsehsendern aus 38 europäischen Ländern.


 Screenshot
 Die Jury lobte „Die Recycling-Lüge“ als „beste investigative Sendung“ des Wettbewerbs und als ein „beharrliches, präzises, informatives und forderndes Stück Journalismus“. Vor allem die Machart der Reportage überzeugte die Jury: „Die Kameraführung ist ruhelos und intensiv. Der Schnitt fesselt und unterstützt dadurch die schnelle Handlungsabfolge. Das Grafikdesign liefert großartige Zusammenfassungen, die dem Publikum helfen, der sehr komplexen Geschichte voller überzeugender, aber manchmal schwer zu glaubender Details zu folgen."

Aus gefährlichem Sondermüll ungefährlichen machen – das war das Versprechen der mittelhessischen Recyclingfirma Woolrec in Braunfels-Tiefenbach. Die hr-Reporter Jacqueline Paus und Kamil Taylan haben drei Jahre lang für das Landesmagazin „defacto“ und die Reportagesendung „Hessenreporter“ recherchiert und einen der größten Umweltskandale Hessens aufgedeckt. Sie weisen nach, dass Woolrec eine Recycling-Lüge war – angefangen bei der Verarbeitung bis hin zum Endprodukt, das alles andere als harmlos war. „Die Recycling-Lüge“ war am 14. September 2014 im hr-fernsehen zu sehen."

Der Bericht "Die Recycling-Lüge" ist auf youtube verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=9_cCKfWtGCI

Weitere Information auf Homepage der Europäischen Vereinigung Regionalfernsehen, Circom

Wir danken dem Journalistenteam des Hessischen Rundfunks für die unerschrockenen und hartnäckigen Recherchen, die ganz wesentlich zur Aufdeckung des Woolrec-Skandals in Tiefenbach geführt haben!



06.05.2015, Regierungspräsident Lars Witteck tritt zurück

Von seiner Verantwortung im Woolrec-Skandal kann er nicht zurücktreten!

Aufklärung über die zwielichtige Rolle des Regierungspräsidiums Giessen bei rechtswidriger Genehmigung und Kontrollversagen des Giftmüllbetriebs Woolrec ist wichtiger denn je.


Die Hessenschau berichtete:


"Woolrec-Skandal und Flüchlingsunterkünfte
Witteck war als Regierungspräsident vor allem in der Diskussion um die umstrittene Recyclingfirma Woolrec unter Druck geraten. Mit der Firma in Braunfels (Lahn-Dill) hatte sich auch der Landtag beschäftigt. Der mittlerweile geschlossene Betrieb hatte krebserzeugende künstliche Mineralfasern zu einem angeblich harmlosen Produkt recycelt. Dem Regierungspräsidium als Aufsichtsbehörde wurde lange Untätigkeit vorgeworfen. Gegen den ehemaligen Chef von Woolrec hat die Staatsanwaltschaft Gießen inzwischen Anklage erhoben. Auch ein Gutachter muss sich verantworten."



15.04.2015, WNZ: Ein LKW voller Woolrec-Akten


Die Wetzlarer Neue Zeitung berichtet über den möglichen Strafprozess gegen den Woolrec-Gutachter Professor Stefan Gäth und den Ex-Geschäftsführer und alleinigen Eigentümer von Woolrec, Edwin Fritsch:

"Ursprünglich hieß es einmal, das Landgericht Gießen könne womöglich schon mit Ende des Frühjahrs entscheiden, ob es zum Prozess kommt oder nicht. Doch das ist ausgeschlossen. Was den Fall so aufwendig macht, ist sein Ausmaß. Es handele sich um eine "Lkw-Ladung Akten", die die Verteidiger von Gäth und Fritsch momentan für ihre Stellungnahmen durcharbeiteten, berichtete der Vizepräsident und Pressesprecher des Landgerichts Gießen, Patrick Liesching, auf Nachfrage dieser Zeitung. Drei Verteidiger hätten bereits umfangreiche Stellungnahmen zu den Anklagepunkten der Staatsanwaltschaft angekündigt. Bis Ende Mai haben sie noch Zeit, die Akten zu sichten, sagte Liesching.

Anschließend fahre der Akten-Lkw zurück nach Gießen, wo die Prüfung inklusive der abermaligen Sichtung Sache des Gerichts sei. "So dass nicht vor dem Spätsommer" mit der Entscheidung zu rechnen sei, ob der Prozess eröffnet wird, so Liesching. Beinahe zwei Jahre hatten Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Gäth und Fritsch ermittelt. Ausgelöst durch die Anzeige eines besorgten Anwohners der Tiefenbacher Faserfirma Anfang 2012. Im Dezember dann erhob die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Anklage gegen den Gießener Professor für Abfallmanagement und in der Folge auch gegen Edwin Fritsch.

Vorgeworfen wird ihnen der unerlaubte Umgang mit Abfällen in mindestens 50 Fällen. Bei den 50 Fällen handelt es sich um Unbedenklichkeitsbescheinigungen, die der Abfall-Professor allmonatlich für das von Woolrec gefertigte Woolit ausgestellt hatte.

55 Zeugen sind in der Anklageschrift aufgeführt, dazu viele Gutachten. Die Staatsanwaltschaft geht von besonders schweren Fällen aus, weil Gäth und Fritsch aus Gewinnsucht gehandelt hätten. Das Strafmaß dafür reicht von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Haft.

Ob es sich um eine große oder eher kleine Lkw-Ladung Akten handelt, sagte Liesching übrigens nicht."